Sin vos

Sin vos no soy nada ni nadie.

Hasta en la soledad sos la razón por la que vivo.

Sos la razón por la que escribo poemas, lleno de amor cuando nos amábamos.

Sos la razón por la que escribo historias de odio, cuando me dejaste ahí sola. Cuando me tenias tanto rencor.

Sin vos no soy nada, me das inspiración y por vos respiro. Es por vos que empiezo cada día de nuevo aunque me cuesta. Es por vos que lloro días sin parar.

Todo por vos.

Me das el aire que respiro y me lo quitas cuando sea el tiempo.

Vivo por vos, sos la única razón.

Por vos.

Siempre.

Hasta el último respiro.

Vos – la vida.

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34

Sie steht auf. Der Spiegel im Bad zeigt ihr heute noch mehr Augenringe. Der Spiegel. “Man sollte morgens einfach nicht mehr hinein sehen.”, denkt sie noch während sie sich die Zähne putzt. 

“In den verdammten Spiegel, sollte man nicht hinein sehen.”, denkt sie, und noch: “Jeden verdammten Tag das Selbe.”

Genau. Jeden Tag. Dabei dreht sie sich um und wandert zurück ins Schlafzimmer. Weiterschlafen. 

Auch keine Lösung. Es ändert ja nichts. Das Leben geht weiter, das wird einem ja immer gesagt. Also los. 

Während sie sich schnell eine Scheibe Käse aus dem Kühlschrank schnappt denkt sie noch, dass das sicher wieder so ein langer Tag wird. So ein langer Tag. An dem man sich schon morgens wünscht, er wäre schon vorbei. 

Aber Stopp. Halt. Nein. Das bedeutet ja wieder ein Tag mehr. 

“Die Zeit rennt so schnell”, denkt sie, “sie rennt so schnell und morgen wache ich auf und es hat schon wieder ein neuer Monat angefangen.”

Und doch sind alle Tage gleich.

Sie läuft schnell zurück ins Bad um ihr Haar in einen Dutt zu stopfen. Dann macht sie sich auf den Weg. 

Die Tür hinter ihr fällt leise ins Schloss. Und dann ist absolute Stille in der Wohnung. 

Abends kommt sie spät heim, die Stille hat auf sie gewartet. Sie streift ihre Schuhe am Eingang ab und tappt ins Schlafzimmer. 

Als sie endlich daliegt, umzingelt von der Ruhe ihrer Wohnung, kurz vorm Einschlafen, denkt sie nur: “Morgen geht es wieder einfach weiter.” Und noch: “Ja morgen. Weiter. Wieder ein Tag mehr. Ja morgen, da ist es fünfunddreißig Tage her.”

Umdrehen.

“Es ist zu spät.”

Das Ticken. In meinem Kopf.

Es wird lauter, pochend.

Aber das Leben – ist keine Uhr.

Kann die Zeiger noch so fest packen,

es geht nicht zurück.

Stelle mir vor, während ich rückwärts gehe.

Wie alles mit mir, auch rückwärts läuft.

Doch schon wieder ein neuer Morgen.

Sie nennen es: “Neubeginn”.

Doch es war alles gelogen.

Nicht für alles gibt es eine zweite Chance.

Läufst du vorbei, war’s das auch schon.

Ich laufe zurück, doch es ist nicht mehr da.

Das Ticken. Nur das. Das ist immer da.

Falsche Entscheidung, kein Weg zurück.

Dreh mich im Kreis, doch im Uhrzeigersinn.

Es ist alles ein Wahnsinn,

und die Zeit, sie verrinnt.

Ihr ist es egal, dass ich hier stehe,

mit meiner falschen Entscheidung,

nun auch nicht mehr vorwärts kann.

Will nur noch zurück, doch es ist längst zu spät.

Und sie tickt fröhlich weiter,

als wär’ das alles nie geschehen.

 

Antworten.

“Das Leben ist hart.”, sagen sie.
“Es ist alles eine Lüge und dann stirbst du.
Ohne all die Antworten zu haben.”
Vielleicht ist es wahr. Ja.
Ich will weinen. Resignieren.
NEIN.
Ich gehe weiter auf die Suche.
Für all die Antworten auf alle Fragen.
Die die ich schon ewig suche,
Die die noch kommen werden.
Manche treibt der Wind mir zu.
Plötzlich. Ohne Warnung.
Manche fand ich im Schlamm.
Ich musste wahrlich tief graben,
Aber da waren sie dann.
“Du kannst nie alles erfahren.
Das Leben ist zu kurz mein Kind.”
Ja.
Aber ich kann es versuchen.
Möchte, wenn ein Tag wieder so grau,
Die Sonne suchen. Finde bei ihr,
Noch ein paar Antworten.
Danke dafür.
An manchen Tagen, wenn ich nicht suchte,
Spülte das Meer plötzlich die Antwort an.
So ist es im Leben.
Ich suche. Ich finde.
Manchmal vergeblich.
Aber ich gebe nicht auf.

Zeit.

Sie rennt, sie schleicht, sie fehlt. Manchmal, da vergeht sie nie.

Ab und an zwingt sie mich in die Knie.

Rinnt durch meine Hände, kann sie nicht festhalten.

Kann sie nicht zurückdrehen, hab sie verlor’n.

Wenn sie so schwindet, wie in diesen Tagen,

will ich sie aufhalten, sie einfrier’n, nur in ein paar Momenten.

Bevor diese Phase meines Lebens für immer vorbei…

Wie konnte ich jemals so töricht sein?

So oft habe ich mir gewünscht, dass Tage vergeh’n,

dass sie schneller verrinnt, sie kam mir so endlos vor.

Es war Selbstbetrug, wir müssen sie nutzen,

so lang sie uns noch verbleibt.

So wie jetzt, wo sie viel zu schnell rennt,

sollte jeder Tag sein, vom Rest meines Lebens,

denn wollen wir sie anhalten, bedeutet dies nur,

das wir leben, mit jedem Atemzug.

 

Du weißt nichts…

Wenn du mich ansiehst, dann bist du wie der Wind,

der manchmal so sanft durch meine Haare streift,

und mich ja doch nicht packen kann.

Hältst du mich fest, fliehen meine Gedanken,

an einen anderen Ort, wo du sie nicht finden kannst.

Ich weiß mehr über dich, als du von mir je erfahren darfst.

Du weißt nicht, wie ich lächle, wenn ich verliebt bin,

du weißt nicht, wie ich tanze, wenn Schmerz mich erfasst,

du weißt nicht, wie ich singe, in unendlich vielen Sprachen.

Wenn dein Kopf auf meiner Brust liegt, und mein Herz schneller schlägt,

verstehst du kein Wort, von dem was es sagt,

du hast keine Ahnung, wohin es noch will.

Du kannst so viel erzählen, mir vorsingen, tanzen und lachen,

doch ich schweige still, jedes Wort was ich sage,

sagt dir am Ende doch nichts.

Nichts über mich.

Ich höre dir zu, doch was ich denke bleibt verborgen.

Ich spreche in Rätseln, die du nicht lösen kannst.

Und je öfter du glaubst, mich zu erkennen,

umso mehr liegst du falsch.

Ich erzähle dir nichts, weil es besser so ist,

wenn du nicht verstehst,

wer ich bin –

und wer du für mich bist.

Zweifel

Ich habe jedem schon von meinem Glück erzählt,

ich schreie es jedem gerne ins Gesicht.

Ich werde nie müde zu betonen,

wie sehr mich meine Zukunft jetzt schon erfüllt.

Aber meine Zweifel, die behalte ich meist für mich.

Nachts, wenn ich wieder nicht schlafen kann,

kriechen sie an den Wänden herauf,

nähern sich mir unaufhörlich,

umschlingen mich, halten sich an mir fest,

und ich kann mich nicht einmal unter meiner Decke verstecken.

Wenn ich dann manchmal doch den Mut aufbringe,

Jemanden von meinen Verfolgern zu erzählen,

glaubt man mir nicht,

“Alles halb so schlimm, du bist stark,

keine Angst, wenn es Eine schafft, dann du”.

Und so versuche ich jede Nacht alleine zu überstehen,

weiterzumachen, bis zum Morgen durchzuhalten,

dusche den Angstschweiß im Morgengrauen ab,

Strecke mich, erhebe mein Haupt und geh weiter,

erzähle Jedem heute wieder von meinem Glück.

Ja tagsüber vergesse ich sie,

die Zweifel, die sich von meiner Schlaflosigkeit nähren,

mich umzingeln und an mir zerren,

und ich halte es aus und erwarte den Tag,

an dem sie mehr Respekt vor mir haben,

als ich vor ihnen.