Wurm.

Er kriecht an uns hoch. Und schlängelt sich geschickt in jede Windung.

In unseren Verstand. In unser Herz. Kalt und dreckig ist er.

Er weiß, wie er sein Gift verteilt, jeden Tag ein bisschen mehr.

Sein Ziel: Distanz, Missverständnis, Wut und Enttäuschung.

 

Da bin ich, von seinen Zweifeln befallen, steh ich einfach nur da.

Und kann nichts mehr tun. Er hat sich um mich geschlungen.

Hält mich fest und lässt nicht mehr los.

Bin gefesselt von ihm, weiche zurück und sage kein Wort.

 

Er kriecht weiter, umzingelt uns, beißt sich fest, es gibt kein Zurück.

Wenn man von ihm befallen ist, handelt man wieder der eig’nen Interessen.

Er weiß, wie er Mauern erbaut, jeden Tag höher und unüberwindbar.

Sein Ziel: unerfülltes Verlangen, Trauer und Einsamkeit.

 

Da bist du, von seinem Gift vollgesogen, versprühst du es.

Nichts ist mehr richtig. Er hat deine Herzlichkeit aufgefressen.

Hält sich an ihr fest und lässt nicht mehr los.

Du bist besessen von ihm, fluchst und stichst auf mich ein.

 

Er hat uns gefangen, als wir einmal unachtsam waren. Schlich sich an.

Gewunden hat er sich, diese boshafte Kreatur.

Umschlungen hält er, unser Verständnis füreinander, versucht’s zu zerquetschen.

Und können wir ihn nicht abschütteln, stirbt endgültig alles mit ihm.

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