Vom Suchen und Finden

Wir suchen nicht und finden doch.

Was wir nicht suchten. Und nicht wollen.

Und doch so sehr begehren.

Dann.

Wenn wir es haben, endlich bekommen.

Schmeissen wir es weg. So weit weg von uns.

Denn wir wollten es nie, wollten es nicht haben.

Und werden es dennoch vermissen.

Jede Sekunde.

Advertisements

Wahrheit.

Der Himmel war so blau und voller Farben,

die Sonne schien so sehr in mein Gesicht.

Jedes Lächeln war so stark, so groß,

so voller Kraft und Energie.

Jeder Herzschlag glich einer Explosion,

mit Raketen, ein riesen Feuerwerk.

Jedes Gespräch eine Offenbarung,

voller Klarheit, wie der schönste Gesang.

Jeder Augenblick war für die Ewigkeit,

bunt und wundervoll, wie ein Gedicht.

LÜGE

Der Himmel er war,

in Wirklichkeit grau, Wolkenverhangen, zog der Sturm schon auf.

Die Sonne sie war,

fast schon tiefschwarz, mit einem boshaften Grinsen,

hat sie mich ausgelacht.

Das Lächeln es war,

ein Trugbild und feige, Manipulation.

Jeder Herzschlag war,

nur eine Warnung, vor einer Explosion,

einer Bombe die nichts als Zerstörung kennt.

Jedes Gespräch war gelogen,

voll mit Gift und Betrug.

Jeder Augenblick war,

ein Illusion, sollte nur seinen Zweck erfüllen.

Zu spät.

Zu spät erkannt.

 

 

Was wäre wenn.

Wieder so ein Tag, der meine ganze Energie genommen hat,

soviel in meinem Kopf, dass so schwer ist, belastet.

Und wieder so viele Momente, alte Freunde gesehen,

ihr Leben, so viel Sicherheit, so viel Liebe.

Und dann ich, die nach all dem nie strebte,

und es auch immer noch nicht tut.

Ich warte auf ein Gefühl, dass ich all die Dinge auch will,

ich zweifel, verdamme meine Unsicherheit.

Diese Unstetigkeit, jeden Tag alles anders,

heute noch hier, und morgen schon dort,

keine Garantien.

Brauche ich die? Frage ich mich und meine Gedanken schweifen weiter,

zu einer vagen Vorstellung, einer Illusion, wie es sein könnte.

Hätte ich, wäre ich, woanders, alles anders gemacht.

Doch dann sehe ich mich, in der Sicherheit,

wonach so viele streben.

Und sie macht mir Angst.

Vielleicht noch mehr als die Unsicherheit,

ich denke, ich bin noch nicht bereit,

und mag sein, ich werde es nie sein.

Dann habe ich mein Schicksal gewählt,

aber ich kann doch eh nie mehr zurück.

All das hätte, wäre, könnte,

ja es HÄTTE mich vielleicht auch nicht glücklicher gemacht.