Du weißt nichts…

Wenn du mich ansiehst, dann bist du wie der Wind,

der manchmal so sanft durch meine Haare streift,

und mich ja doch nicht packen kann.

Hältst du mich fest, fliehen meine Gedanken,

an einen anderen Ort, wo du sie nicht finden kannst.

Ich weiß mehr über dich, als du von mir je erfahren darfst.

Du weißt nicht, wie ich lächle, wenn ich verliebt bin,

du weißt nicht, wie ich tanze, wenn Schmerz mich erfasst,

du weißt nicht, wie ich singe, in unendlich vielen Sprachen.

Wenn dein Kopf auf meiner Brust liegt, und mein Herz schneller schlägt,

verstehst du kein Wort, von dem was es sagt,

du hast keine Ahnung, wohin es noch will.

Du kannst so viel erzählen, mir vorsingen, tanzen und lachen,

doch ich schweige still, jedes Wort was ich sage,

sagt dir am Ende doch nichts.

Nichts über mich.

Ich höre dir zu, doch was ich denke bleibt verborgen.

Ich spreche in Rätseln, die du nicht lösen kannst.

Und je öfter du glaubst, mich zu erkennen,

umso mehr liegst du falsch.

Ich erzähle dir nichts, weil es besser so ist,

wenn du nicht verstehst,

wer ich bin –

und wer du für mich bist.

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